Bezirksvorsteher Christian Mallek legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Josua 24, 15b zugrunde: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“
In dem Kapitel gehe es darum, dass, nachdem Mose gestorben war, Josua das Volk Israel ins gelobte Land Kanaan führte. Er war alt geworden und versammelte das Volk noch einmal um sich. Er stellte die „Vertrauensfrage“ nach Gott und gab die Entscheidung frei:
So steht im Vers 14: "So fürchtet nun den Herrn und dient ihm treulich []", dagegen steht im 15. Vers: Gefällt es euch aber nicht, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern [] jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt."
Dann folgt die Aussage Josuas: "Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen."
Josua stelle sich selbst voran und warte nicht erst ab, was die anderen sagen. Er fing bei sich an und gab eine klare Richtung vor.
„Wir müssen bei uns anfangen“, so übertrug der Bezirksvorsteher das Geschehen auf die heutige Zeit. Dort wo wir Einfluss haben, sollen wir ein klares Bekenntnis ablegen. Die Konfirmanden legen ihr Bekenntnis am Tag der Konfirmation ab. Um dies aus freien Stücken tun zu können, sollen sie sich vorher an den Eltern orientieren können.
Glaube im Familienalltag sei nicht perfekt, so der Bezirksvorsteher weiter. Er sei lebendig. Manchmal klappt das Gebet am Tisch, manchmal herrscht Chaos. Entscheidend sei nicht Perfektion, sondern die Richtung: Ich aber und mein Haus – wir wollen dem Herrn dienen. Der Gottesdienst sei ein Ort, den uns Gott gegeben hat, damit wir IHN anbeten und loben können, aber auch um im Glauben zu wachsen und Gemeinschaft (in Wort, genauso wie in Brot und Wein) mit ihm zu haben. Es sei auch wichtig, dass die Eltern ihre Kinder an ihren Glaubenserlebnissen teilhaben lassen und über die Schönheit und den Mehrwert des christlichen Glaubens immer wieder mit ihnen reden.
Die beiden Bezirksvorstehervertreter René Draeger und Jörg Schumacher wurden noch zu Co-Predigten gerufen.
Nach dem Gottesdienst blieben die meisten noch für Gespräche untereinander zusammen.
Neuapostolische Kirche